Manche Fragen treffen nicht den Verstand, sondern etwas Tieferes in uns.
Sie öffnen einen inneren Raum, der zuvor vielleicht unbemerkt blieb.
„Was möchte jetzt, in diesem Moment, passieren?“
ist eine dieser Fragen.
Dieser Text ist eine Einladung.
Eine Einladung, still zu werden, ehrlich zu lauschen und in dir zu spüren,
ob da etwas ist, das bereit ist, sich zu zeigen.
Etwas, das geschehen möchte.
Nicht durch Tun, sondern durch Zulassen.
Nicht durch Denken, sondern durch Hinspüren.
„Was möchte jetzt, in diesem Moment, passieren?“
Das ist eine Frage, die ich häufig in einer Coaching-Session stelle.
„Was möchte passieren?“
Es ist keine Frage, die direkt zu Beginn einer Session auftaucht und ganz bestimmt nicht geplant ist. Diese Frage, so simpel und unauffällig sie erscheinen mag, hat ein enormes Potenzial, etwas in uns freizusetzen.
„Was will jetzt in dir passieren?“
Um zu dieser Frage zu gelangen, braucht es Vorbereitung. Bereits gegangene Schritte auf dem Weg. Einen Spalt, der sich mehr und mehr auftut und Lichtblitze durchdringen lässt.
Es ist eine Frage, die – würde sie einem zu früh begegnen – keinerlei Bedeutung hätte oder zu Verwirrung führen würde.
Zu fragenden Gesichtern. Zu tiefen Stirnfalten. Zu verlegenen Blicken.
Zu früh gestellt, kann die Frage ein Hindernis sein. Doch genau zum richtigen Zeitpunkt gestellt, ist sie ein Tor zu tiefer Transformation.
„Was will jetzt passieren?“
Diese Frage lässt sich nicht mit dem Intellekt beantworten. Nicht mit vorgefertigten Lösungen, vorgegebenen Werten oder einer konditionierten Geisteshaltung.
Diese so unscheinbare Frage verlangt radikale Ehrlichkeit, Hingabe, das Loslassen jeglicher Kontrolle, um in ihrer Wirkung vollkommen entfacht zu werden.
Sie fordert uns auf, das Bekannte zu verlassen und in das Unbekannte einzutreten.
Sie fordert uns auf, unsere alten Geschichten über uns selbst, die Welt und andere loszulassen, damit wir etwas erfahren können, das neu ist. Das uns verwandeln kann.
Nicht durch bloßes Verändern und Neuanordnen äußerer Umstände, sondern durch einen bewussten Schritt in Richtung unseres wahren Kerns.
Durch das Abtragen gelernter und übernommener Schichten eines Selbstkonzeptes, das uns nie wirklich entsprochen hat.
So öffnet diese Frage eine Tür, die wir zu Beginn gar nicht wahrgenommen haben. Von deren Existenz wir nichts wussten, weil wir sie unterbewusst versteckt hielten.
Und doch fühlten wir uns irgendwann von ihr angezogen.
Standen ewig davor, ohne die geringste Ahnung, wo wir den verdammten Schlüssel hingelegt haben.
Immer diese verdammten Schlüssel!
Vielleicht versetzten wir alles in Chaos auf der Suche nach ihm.
Vielleicht starrten wir auf die verschlossene Türe, in der Hoffnung, sie würde sich auf magische Weise und ohne unser Zutun öffnen.
Vielleicht schoben wir auch wieder ein hübsches Regal davor, um ihre Anwesenheit zu vergessen – aus den Augen, aus dem Sinn.
Doch irgendwann kommen wir alle (wieder) an diese Türe.
Und dann stehen wir da. Wissend, dass sie für uns bestimmt ist. Wissend, dass der Tag kommen wird, an dem wir durch sie schreiten werden.
Und wenn genug Neugier, gepaart mit ein wenig Bereitschaft, die Angst übersteigt, dann können wir gar nicht anders, als diese Türe unbedingt öffnen zu wollen und die Welt dahinter zu erkunden.
Koste es, was es wolle.
Doch bis es so weit ist, sind bereits Schritte der Vorbereitung gegangen worden.
Sodass wir dann ehrlich sagen und es wahrlich meinen können:
Ich will durch diese Türe.
Ich weiß nicht, was sich hinter ihr befindet. Ich weiß nicht, wohin mich dieser Weg führen wird oder ob er sicher ist.
Doch ich spüre etwas in meinem Herzen, das mich ruft und mir zeigt:
Das ist meine Türe.
Sie ist der Eingang zu einem Weg.
Alles in mir scheint sich zu sträuben und doch kann ich nicht mehr da bleiben, wo ich jetzt bin: vor dieser verschlossenen Türe.
Ich will, dass sie sich öffnet.
Ich will den Weg beschreiten.
Etwas ruft mich und es ist hinter dieser Türe.
Und dafür bin ich bereit, alles loszulassen.
Transformation beginnt, wenn wir bereit sind, das Bisherige zusammenbrechen zu lassen
und es unversucht lassen, aus den alten Ruinen die exakt gleiche Wohnstätte zu errichten – mit den ein oder anderen Verbesserungen.
Wenn wir erkennen, dass es nun an der Zeit ist, eine Weile auf einem unbekannten Weg zu wandern.
Einem Weg, der uns zu unserer wahren Wohnstätte führt.
Einer, die wir weder kennen noch mit fremden Kompassen ausfindig machen können.
Zerstörung ist der Anfang – die Voraussetzung – wahrer Transformation.
Wie die Raupe, die wortwörtlich in ihrer gesamten Existenz sterben muss, Zelle um Zelle,
um vollkommen neues Leben hervorzubringen.
Die Raupe – alles, was sie war – ist nicht mehr.
Kann nicht mehr sein.
Um sich als Schmetterling zu entfalten.
Ihre Zellen lösen sich auf, zergehen, verschwinden,
damit völlig andersartige Zellen, die immer schon in ihr geschlummert haben – versteckt, unterdrückt – ihr Werk tun können.
Was will jetzt passieren?
Es ist diese eine Frage, die uns allen begegnen wird – früher oder später.
Sie wird uns gestellt. Nicht nur einmal, sondern immer wieder.
Um zu prüfen, ob wir bereit sind.
Bereit, uns führen zu lassen auf einem neuen Weg.
Bereit, das Bisherige zu hinterfragen, zu verabschieden und uns von etwas Neuem lehren zu lassen.
Es ist kein leichter Weg.
Er scheint viel von uns zu fordern.
Und doch ist er der Weg, der uns frei macht.
Doch ebenso wenig ist es leicht, ewig vor der Türe zu verweilen –
in Angst, in Ignoranz, in Verleugnung –
und stets die Antwort auf die Frage zu verweigern:
Was will passieren?
Höre in dich hinein.
Sei voller Zuversicht, dass du diesen Weg nicht alleine gehst.
Du bist immer geführt, wenn du es zulässt.
Was will passieren? Antworte.
Fürchte dich nicht vor dem Ruf.
Gib Antwort und schreite durch die Türe,
die niemals wirklich verschlossen war.
In dir ist ein Kompass. Eine Führung, die den Weg kennt.
Etwas in dir weiß um deine neue Wohnstätte.
Verlass die Ruinen.
Wandere den mutigen Weg entlang.
Lass Transformation geschehen.
Lass es geschehen – und erwache als etwas,
das schon immer in dir war
und doch so ganz anders ist als alles, was du bisher gekannt hast.
Lass es passieren.
Antworte auf den Ruf.
Schreite durch die Türe.
Und lass die Transformation geschehen.
Vielleicht hast du beim Lesen etwas in dir gespürt.
Ein leises „Ja“.
Ein Echo auf die Frage: „Was will jetzt passieren?“
Dann vertrau diesem Ruf.
Du musst nicht wissen, wohin er dich führt. Nur, dass er echt ist.
Wenn du spürst, dass der Moment gekommen ist, nicht länger vor deiner Tür zu stehen,
sondern sie zu öffnen, begleite ich dich gerne.
Lass‘ uns in einem Clarity Call kennenlernen und
herausfinden, wie ich dich begleiten darf. Durch die Türe hindurch. Und entlang den Weg dahinter.
Die Tür war nie wirklich verschlossen.
Sie hat auf dich gewartet.
Vielleicht ist genau jetzt der Moment, sie zu öffnen.
Hier teile ich Impulse, Gedanken und Inspirationen, die dich auf deinem Weg begleiten können hin zu mehr Klarheit, Frieden und Verbindung mit dir selbst.